Liebe Irreler Kinder,
als Sankt Martin seinen Mantel mit dem armen Bettler teilte, wollte er ihn vor Kälte schützen. In diesem Jahr müssen wir auch uns selbst, unsere Familien und Nachbarn vor dem Corona-Virus schützen. Deshalb können wir uns leider nicht zum Martins-Umzug treffen.
Aber die Idee von Sankt Martin, dass Teilen wichtig ist, die bleibt! Helft alle mit und teilt dieses Jahr euer Licht mit allen Irrelern.
Stellt einfach alle eure Laternen und bunten Lichter ans Straßenfenster, befestigt sie am Balkongeländer oder hängt sie im Garten auf. Habt ihr noch eure Laternen vom letzten Jahr? Hängt sie dazu oder bastelt noch eine. Sagt es euren Eltern und Großeltern weiter. Alle dürfen mitmachen!
Jeder soll sehen, wie schön eure Lichter für uns alle leuchten.
Die Lichter in den Fenstern machen deutlich: „Wir sind eine Gemeinschaft. Auch wenn wir uns nicht zu einem gemeinsamen Umzug treffen können, sind wir nicht allein. Wir lassen das Licht leuchten und es soll unsere Herzen zum Strahlen bringen.“
Die Aktion startet am Sonntag, 08.11. und endet am Mittwoch, 11.11.
Wir freuen uns über jedes erleuchtete Fenster! Viel Spaß und vielen Dank!
Euer Gemeinderat

In der letzten Sitzung wurde der finale Entwurf für den Kirchenvorplatz besprochen. Nach vielen Jahren von Konzeptionierung und Planungen hatte sich in der letzten Zeit nochmal einiges geändert: während in den letzten Jahren immer unklar war, wie weit die durch die Gemeinde zu gestaltenden Fläche gehen würde, konnte hier nun Planungssicherheit hergestellt werden: Kirchengemeinde und Bistum haben sich bereit erklärt, der Gestaltung des gesamten Kirchenvorplatzes zuzustimmen. Somit endet die Platzgestaltung nicht an der bisherigen Mauer. An diesem Prozess waren neben Ortsgemeinde und Städteplaner viele weitere Gesprächspartner wie Denkmalpflege, Rendantur, Bauabteilung des Bistums, etc. beteiligt, was die Entscheidungsfindung etwas komplizierter gestaltete. Der Plan ist ein Kompromiss, der die Anliegen der vielen Beteiligten unter einen Hut bringt. Zentrales gestalterisches Element ist das Wasserband entlang des Straßenverlaufs, welches wie der Brunnen am Kreisel durch die Lambach gespeist wird. Drei Schatten spendenen Bäumen folgend entwickelt sich geometrische Flächen hin zur Kirche. Nachts bereichert eine Beleuchtung des Turms die Irreler Skyline.
In Punkto Beleuchtung hat sich der Gemeinderat für die Fortführung des Beleuchtungskonzeptes in der Haupt- und Prümzurlayerstraße entschieden. Durch die Insolvenz des bisherigen Lampenherstellers musste ein anderes Modell gefunden werden. Durch Unterstützung der Fachleute von Westnetz konnte ein Lampentyp gefunden werden, der fast nicht von den älteren Leuchten zu unterscheiden ist. Die Kosten von fast 90.000€ werden wie einige weiteren Kosten des Ausbaus der Haupt- und Prümzurlayerstraße (wir berichteten) über die wiederkehrenden Beiträge abgewickelt.
Auf Antrag der Liste Heck hat sich der Rat bereits mehrfach mit dem Wanderweg 67 auf der rechten Prümseite beschäftigt. Durch die Starkregenereignisse wurde der Weg, besonders durch den vom Königsberg kommenden Bach, stark in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem Nun auch der Naturpark diesen Weg eingehend untersucht hat, stellen sich weitere Mängel dar, die in der kommenden Zeit behoben werden sollen. In diesem Zusammenhang soll auch die Standfestigkeit des Baubestandes überprüft werden.
Dass sich der Naturpark Südeifel mit einen Irreler Wanderweg beschäftigt hat wohl nichts mit seiner neuen Bleibe zu tun: Nachdem die VGV den Standort „Auf Omesen“ gegen Büroflächen in der Prümzurlayerstraße ausgetauscht hat, musste auch der Naturpark Südeifel nach einer neuen Bleibe suchen. Gefunden wurde die neue Bleibe in der Alten Schule. Die Räumlichkeiten, in denen lange Jahre ein Fitnessstudio untergebracht war, wurden renoviert und stehen dem Naturpark Südeifel, der einen langjährigen Mietvertrag unterschrieben hat, nun zur Verfügung. Auf Grund des Alters des Gebäudes, aber auch der gestiegenen Anforderungen an Brandschutz und Raumausstattung war der Umbau nicht einfach und mit fast 350.000 € wahrlich nicht günstig. Durch die Mieteinnahmen werden die Kredite aber so gegenfinanziert, das eine schwarze Null erreicht werden kann.
Keine schwarze Null hinterlassen die notwendigen Reparaturen am ZOB. Hier haben sich an mehreren Stellen starke Schäden gezeigt, die eine dringende Reparatur notwendig machen. Es entstehen Kosten von mehr als 5000€, die aber in Anbetracht der sehr guten ÖPNV-Anbindung verschmerzbar sind.

Aufgrund der aktuellen Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie muss die Martinsfeier in der Pfarrkirche und der anschließende Martinszug in Irrel in diesem Jahr ausfallen. Wegen der vielen Besucher ist es leider nicht möglich, den geforderten Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten und die Kontaktdaten aller Teilnehmer zu erfassen.

In der letzten Ratssitzung dominierten die großen Zahlen: Für den KiTa-Neubau wurden die ersten Gewerke vergeben und der Haupt- und Prümzurlayer Straßen-Ausbau startet auch.

Mit den ersten vergebenen Gewerken (Rohbau, Fenster, Gerüstarbeiten) in Höhe von ca. 1,2 Mio. Euro wird im Wesentlichen die Außenhülle des neuen KiTa-Gebäudes fertig gestellt. Auf Grund von Planungsanpassungen wird das Gewerk für die Dachdecker und Klempnerarbeiten neu ausgeschrieben. Baubeginn ist der 12.10.2020, so dass vor dem Jahreswechsel die Bodenplatte fertig gestellt werden kann. Auch über einige Gewerke im Innenausbau wurde bereits abgestimmt: ca. 850.000 Euro werden für Versorgungsanlagen, Elektroarbeiten und den Blitzschutz ausgegeben. Wie bereits mehrfach berichtet werden diese Kosten unter den Einzugsgemeinden der KiTa aufgeteilt: Die OG Irrel zahlt also von den o.g. Kosten knapp die Hälfte.
Der erste Bauabschnitt der Hauptstraße, der sich im Kreuzungsbereich zur Ewerhart-, Büchel- und Hofstraße befindet, wird durch die Fa. UVB durchgeführt. Dafür entstehen Kosten von fast 1,9 Mio. Euro. Die OG Irrel ist an diesem Projekt mit knapp 180.000 Euro beteiligt. Neben den üblichen Straßenbauarbeiten auf eigenen Flächen wird von Seiten der Ortsgemeinde vor allem in den weiteren Breitbandausbau investiert.

Seit 2013 hat Irrel eine Satzung über wiederkehrende Beiträge, durch die bestimmte Investitionskosten, z. B. Ausbau Bürgersteige, Ortsstraßen, Beleuchtung, auf alle Bürger gleichmäßig verteilt werden können. Dies hat den Vorteil, dass die Kosten für alle Grundstücksbesitzer planbarer werden. Für die Investitionen insbesondere in die Straßenbeleuchtung – vor allem in umweltfreundliche LED-Technik- wurden seit 2016 ca. 60.000 € investiert. Nach Abzug eines Selbstbehalts für die OG von 35% werden die Kosten auf über 800.000 m2 beitragsfähige Fläche verteilt. Für den Bürger kommen Kosten von ca. 0,075€ pro m2 beitragsfähige Fläche zu. Bei einem Grundstück von 800 m2 sind dies 60€… in der heutigen Zeit fast ein Schnäppchen!

Wiederholt hat sich der Rat mit der Verkehrssituation im Ort beschäftigt. Leider sind die berechtigten Interessen von Bürgern, Geschäftsinhabern, Radfahrern und Automobilisten nicht immer unter einen Hut zu bringen. Hinzu kommt, dass oft die Zuständigkeiten unklar sind bzw. Absprachen mit verschiedenen Institutionen (Kreis, LBM) getroffen werden müssen. Dem Rat liegt ein abgestimmtes Konzept für den ganzen Ort am Herzen. Hierzu wurde der Bauausschuss beauftragt, Konzepte zu entwickeln, um möglichst vielen Interessen gerecht werden zu können.

Dorffest
Die derzeitigen Corona-Verordnungen lassen nicht erwarten, dass das Dorffest unter „normalen“ Bedingungen stattfinden kann. Daher wird das Dorffest unter den bekannten Bedingungen nicht stattfinden. Die Organisatoren werden aber darüber beraten, welche alternativen Möglichkeiten umgesetzt werden können.
KiTa-Erweiterung
Die Kita Irrel platzt aus allen Nähten. Für ca. 17 Kinder ist derzeit kein Platz mehr vorhanden. Zunächst war vorgeschlagen worden, dass die Kinder nach Mettendorf gehen sollen. Diese Lösung findet bei den betroffenen Eltern wenig positive Resonanz. Der Gemeinderat versucht hier, gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren eine zufriedenstellende Lösung zu finden.
In diesem Zusammenhang soll darauf hingewiesen werden, dass die geplante Kita Ausbaureserven hat. Sämtliche Planungen sehen bereits eine 8. bzw. 9. Gruppe vor, die dann in einem zweiten Bauabschnitt realisiert werden kann.
Reinigungspflicht der Bürger
Viele Bürger haben während der Corona-Zeit die Gelegenheit genutzt, ihre Anwesen einem ausgiebigen Frühjahrsputz zu unterziehen. Leider wurden die Arbeiten an der ein oder anderen Stelle ab der Bordsteinkante eingestellt. Der Gemeinderat möchte daher darauf hinweisen, dass die Reinigungspflicht der Grundstückseigentümer bis zur Mitte der Straße geht. Dies betrifft auch die Reinigung der Sinkkästen für das Oberflächenwasser.
Guseltbrücke
Bekanntlich möchte eine Initiative von Bürgern aus Irrel und Menningen den Wiederaufbau der Guseltbrücke vorantreiben. Damit dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann, musste aber geklärt werden, dass die wiederaufgebaute Brücke in das Eigentum der Gemeinde Irrel übergehen kann. Dies betrifft auch die daraus resultierenden Pflichten, wie z.B. die Verkehrssicherungspflicht.
Der Gemeinderat Irrel hat nun einstimmig beschlossen, dass sie den Bau der Guseltbrücke unterstützt, sie nach deren ordnungsgemäßer Fertigstellung übernimmt und weiterhin Wartungsarbeiten und Verkehrssicherungspflichten übernimmt.

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben hat sich Irrel gemeinsam mit Bollendorf und Neuerburg erfolgreich für das Projekt “Ländliche Zentren” beworben. Es winken Zuschüsse zu Investitionen von 66%!
Zwischenzeitlich konnte der Gemeinderat das durch das Planungsbüro ISU entwickelte Konzept sowie den Kosten- und Finanzierungsplan beschließen. Dieses Projekt wird viele Dinge ermöglichen, die so sonst nicht möglich sein werden.

Die Köhlerhütten sind ein beliebtes Ziel für Jugendgruppen aus Nah und Fern. Das Können die Belegungszahlen eindrucksvoll bestätigen.
Leider ist die Anlage in die Jahre gekommen: Vor allem die sanitäre Versorgung ist so nicht mehr hinnehmbar.

Da die Hütten dieses Jahr wegen Corona nicht genutzt werden können, nutzt die Gemeinde die Zeit um sich um die sanitäre Versorgung zu kümmern.

Eine funktionierende Versorgung mit Internet ist in unserer heutigen Gesellschaft selbstverständlich. Lange Jahre hatte Irrel hier die Nase vorn und konnte mit schnellem Internet punkten – nicht nur für die Bürger sondern auch für die Gewerbetreibenden.

Seit einiger Zeit sieht das etwas anders aus. Zwar reden alle über den Breitbandausbau, aber in Irrel ist er noch nicht so richtig angekommen. Leider beteiligt sich die Telekom auch nicht an den derzeitigen Bauarbeiten, die von Westnetz durchgeführt werden. Trotz mehrfacher Hinweise durch die Gemeinde und die ausführenden Firmen wurden bisher nur Leerrohre verlegt, die dann später an die Telekom verkauft werden.
Gleichzeitig macht die Telekom derzeit intensiv Werbung, um das Produkt LTE-Versorgung zu vermarkten – vermutlich wollen sie um die Versorgung mit Glasfaser drücken…
Gerade beim anstehenden Ausbau der Haupt- und Prümzurlayerstraße wäre es fahrlässig, jetzt nicht mit dem Blick in die Zukunft auch Glasfaser mit zu verlegen.
Derzeit bemüht sich die Verwaltung, hier genauere Informationen zu erhalten.

Die Talbrücke der B 257 wird wahrscheinlich noch im Jahr 2018 umfassend saniert. Zuständig dafür ist der Landesbetrieb Mobilität (LBM). Im Rahmen dieser Sanierung, bei der die Brücke halbseitig gesperrt und der Verkehr durch Ampeln geregelt werden soll. sollte auch das Geländer erneuert werden. Der LBM ist an die gemeinde herangetreten mit dem Vorschlag, das Geländer durch eine Lärmschutzwand zu ersetzen. Nach eingehender Diskussion, auch unter Beteiligung betroffener Bürger, hat der Gemeinderat beschlossen, dass eine ca. 2,5m hohe und nicht durchsichtige Lärmschutzwand errichtet werden soll.

Leider wird diese Wand nur im Bereich der Brücke installiert.

Unseres Dorfplatzes hat ein riesiges Potential, das bisher noch nicht vollends ausgeschöpft wurde. Zwei Argumente sprechen für dafür, sich intensiver mit der Gestaltung des Werths zu beschäftigen:
1. In Rahmen des Hochwasserschutzes spielt der Werth eine herausragende Rolle und muss sowieso überplant werden
2. Der Werth liegt im Satzungsgebiet des Projekts “Ländliche Zentren”. Daher werden Investitionen stark bezuschusst.

Angedacht ist eine Gestaltung, die hohen Aufenthaltswert hat, die verschiedenen Generationen zusammenbringt, die bisherige Nutzung nicht ausschließt und weitere Nutzungen ermöglicht. Viele andere Städte und Gemeinden (Wittlich, Gerolstein,…) sind hier schon erfolgreich.