Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine Damen und Herren,

wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker und gedenken insbesondere der Opfer des furchtbaren terroristischen Anschlages in Paris.
Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.
Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren, oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.
Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.
Wir trauen um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräften, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.
Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Das Gedenken an die zahlreichen Todesopfer ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Erinnerungskultur. Dieser Tag ist ein Tag des mahnenden Gedenkens vor den Auswirkungen von Krieg und Gewalt. Diese Erinnerungen gilt es aufrechtzuerhalten, gerade weil persönliche Betroffenheit und Erfahrung mit dem zeitlichen Abstand immer mehr schwinden. Wir dürfen das Geschehene auf keinen Fall vergessen. Wir müssen mit wachen Sinnen die aktuellen Geschehnisse verfolgen und rechtzeitig gegensteuern, wenn sich die Geschichte zu wiederholen droht.

Meine Damen und Herren,
wir sprechen über unser Glück, seit mittlerweile 70 Jahren keine Kriege mehr in Europa zu haben. Aber tagtäglich sind wir umgeben von Fehlentwicklungen, Gewalt und Hass.
Lasst uns deshalb immer daran denken, dass jeder von uns Verantwortung für die Wahrung und den Erhalt von Frieden, Freiheit und Menschenrechten spürt, damit die Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse und Anschauung friedlich nebeneinander leben können.

Ich danke Ihnen allen herzlich für die Teilnahme an dieser Gedenkveranstaltung, insbesondere Herrn Abbe‘ Claude, unserer Reservistenkameradschaft Irrel-Südeifel, unserer Feuerwehr und unserem Musikverein.

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