Neues aus dem Rat

In der letzten Gemeinderatssitzung hat der Rat über mehr als eine halbe Million Kosten und Investition beraten und diese beschlossen. Wie sich die Beträge im Einzelnen zusammensetzen soll im Folgenden erläutert werden.

Zunächst wurde über den Bebauungsplan im Bereich Neue Mitte gesprochen. Konkret wurde das Gelände, auf dem der EDEKA-Markt erweitert werden soll, durch das Büro ISU überplant. Im Bereich des jetzigen Parkdecks soll der EDEKA-Markt um ca. 400m² erweitert werden. Die dadurch wegfallenden Parkplätze werden durch neue Parkplätze entlang der alten Bahnhofstraße ersetzt. Insgesamt stehen nachher mehr Parkplätze zur Verfügung als vorher. In diesem Zusammenhang wird seitens der Gemeinde auch ein umfassendes Parkraumkonzept angestrebt. Kosten entstehen für die Gemeinde keine, da sie durch den Bauträger übernommen werden.

Ein weiteres Thema waren die Aktionen des Zukunftstreff Irrel. Neben vielen bereits durchgeführten Aktionen, an deren Spitze bestimmt der Frischemarkt steht, sind auch weiter Aktionen geplant. Seitens des Gemeinderats wurde der Wunsch geäußert, diese besser mit dem neuen Ausschuss Bürgerschaft und Tourismus zu koordinieren.

Wie bereits der Presse zu entnehmen war, wird die Entsorgung der mit Phosphor belasteten Erde günstiger als zunächst erwartet. Neben diesem eigentlich positiven Ergebnis bleibt ein negativer Beigeschmack, denn nach wie vor ist nicht klar, wie sich diese Kosten von nun ca. 10.000 Euro zusammensetzen – zumal vorher bereits eine Kostenreduzierung seitens der für die Entsorgung zuständigen bundeseigenen Firma abgelehnt worden war. Hier wird sich der Gemeinderat um weitere Klärung bemühen.

Die Bauarbeiten in der Büchelstraße gehen voran. Nachdem bereits in der letzten Sitzung die Erneuerung der Bordsteine auf einer Länge von ca. 50 Metern beschlossen wurde (Kosten ca. 24.000€), wurde nun über die Kosten für die Herstellung eines fachgerechten Unterbaus in den Teilen der Straße gesprochen, die nicht durch die Tiefbaumaßnahmen der Südeifelwerke betroffen sind. Hintergrund ist, dass die Südeifelwerke zwar den gesamten Straßenbelag auf den gemeindeeigenen Flächen erneuern, nicht aber den Untergrund. Um hier ein unschönes Straßenbild durch Setzungen zu verhindern, hat sich der Gemeinderat mehrheitlich für die Übernahme von Kosten in Höhe von ca. 25.000 Euro ausgesprochen. Finanziert wird dies u.a. durch das Projekt ländliche Zentren. Die Kosten sind bereits im Haushalt eingestellt.

Ebenso erfreulich sind die weiteren Schritte im Bereich Hochwasserschutz. Drei Maßnahmen des Hochwasser- und Starkregenschutzkonzeptes sind nach Mitteilung des zuständigen Ministeriums förderfähig. Sie betreffen alle den südlichen Teil Irrels im Bereich der Karthausstraße: Der Bau von Rückhaltebecken, die Erneuerung von Einläufen und deren Rechen sowie die Notwasserführung – alles Vorschläge, die bereits bei der Bürgerversammlung angesprochen wurden. Der Gemeinderat hat nun einen Planer beauftragt, damit die Umsetzung der Maßnahmen angegangen werden kann. Die Planungskosten in Höhe von fast 50.000 Euro sind ebenfalls förderfähig.

Seit einiger Zeit stehen einige Räumlichkeiten in der Alten Schule leer. Der Naturpark Südeifel hatte bereits sein Interesse bekundet, hier seine neue Geschäftsstelle einzurichten. Dazu sind jedoch Umbaumaßnahmen erforderlich. Planung und Ausführung der Umbaumaßnahmen schlagen mit ca. 370.000 Euro zu Buche. Finanziert werden die Umbaumaßnahmen sowie eine kleine Rücklage durch die Vermietung. Durch die Baumaßnahmen wird nicht nur die Bausubstanz der Alten Schule weiter erhalten, sondern auch ein Stück Infrastruktur in unserer Gemeinde gehalten.

Seit einigen Wochen ist der alte gemeindeeigene Schlepper nicht mehr einsatzfähig. Das mehr als 40 Jahre alte Gerät entspricht in vielfacher Hinsicht nicht mehr heutigen Standards. Zusammen mit den Gemeindearbeitern wurden die Einsatzbereiche des Schleppers überprüft und verschiedene Angebote eingeholt. Der Gemeinderat hat nunmehr beschlossen, einen neuen Schlepper der Marke CLAAS mit diversen Anbaugeräten für den Frontlader sowie einen neuen Anhänger zu kaufen. Die dafür notwendigen Gelder in Höhe von ca. 100.000 Euro waren bereits im Haushalt eingestellt.

Neuigkeiten gibt es auch von der Hauptstraße: Hier wird seitens des LBM als Bauherrn ein Baubeginn im Frühjahr/Sommer 2020 angestrebt. Es soll dann mit der unteren Hauptstraße bzw. der Karthausstraße zwischen Brücke und Erlenweg begonnen werden. Leider führt dies dazu, dass einige Maßnahmen, die der Gemeinderat in Verbindung mit dem Projekt Ländliche Zentren durchführen wollte, zeitlich nicht mehr in die Projektzeit des Programms fallen. In einem Abstimmungsgespräch mit Vertretern von ADD und SGD Nord wurde die Möglichkeit besprochen, stattdessen andere Projekte durchzuführen. Konkret wurde das Ingenieurbüro Reihsner mit Planungen für den Werth beauftragt (Kosten ca. 20.000 €, wovon die Gemeinde ein Drittel zahlen muss). Der Rat hofft hier auf eine zeitige Umsetzung. Ebenso ist angedacht, einige Projekte (z.B. der Kirchenvorplatz) schon vorher in Angriff zu nehmen, um möglichst viel über das Projekt Ländliche Zentren abzuwickeln.