In Irrel ist derzeit viel los, auch wenn nicht immer alles sichtbar ist. Daher hat der Gemeinderat in der Dezembersitzung eine „Inventur“ der laufenden Projekte gemacht. Hier dazu eine erste Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Im kommenden Amtsblatt wird der zweite Teil veröffentlicht.

Veränderungssperren und Erstellung von Bebauungsplänen im Bereich westlich der B 257, sowie entlang der südlichen Prümzurlayerstraße und der westlichen Ewerhardstraße
Seit fast zwei Jahren gelten in diesem Gebiet bereits Veränderungssperren. Das bedeutet, dass Bauvorhaben nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Ortsgemeinde durchgeführt werden dürfen. Dies gilt solange bis ein gültiger Bebauungsplan rechtskräftig ist. Lt. Aussage des Bürgermeisters wird hierzu in einer der kommenden Sitzung nach Absprache mit der Verbandsgemeindeverwaltung ein Aufstellungsbeschluss zur Abstimmung gestellt, so dass demnächst ein Bebauungsplan zu erwarten ist.

Außengebietsentwässerung
Das fachlich zuständige Ministerium stellt derzeit eine Förderung bei der Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen in Aussicht. Für das Jahr 2021 wird ein Antrag gestellt, um bereits mit kleineren Maßnahmen (v.a. Einlaufbauwerke) zu beginnen. Die Förderung könnte 50% betragen. Die Gesamtkosten werden derzeit mit 700.000€ veranschlagt.
Voraussetzung dafür ist aber eine Genehmigung. Hier erschwert die Anzahl der verschiedenen Beteiligten (SGD-Nord, Landesbetrieb Mobilität, Kreisverwaltung, Ortsgemeinde) sowie die zu klärenden Kostenteilungen das Verfahren. Ein Termin bei der KV wurde wg. Corona vertagt. Das Ministerium hält die Anzahl der Retentionsbecken für zu hoch. Eine Verkleinerung der Retentionskapazitäten wiederum hätte umfangreiche Neuplanungen zur Konsequenz. Hierzu sollen in nächster Zeit Abstimmungen zwischen allen Beteiligten erfolgen. Anschließend kann die Maßnahme umgesetzt werden.
Nach Aussage von Herrn Dichter (VGV) und Herrn Frideres (Ing-Büro Scherf) liegt derzeit die Priorisierung bei den Maßnahmen in der Haupt- und Prümzurlayerstraße, die die Ressourcen bei Verwaltung und Planungsbüro binden.

Werth
Nachdem der Gestaltungsentwurf durch die ADD genehmigt wurde, muss jetzt die Ausführungsplanung beauftragt werden. Dazu liegen der Verwaltung mehrere Angebote vor. Die Bauantragsstellung soll im März 2021 erfolgen, Baubeginn ist Mai/Juni 2021.

Haupt- und Prümzurlayerstraße
Das IB Scherf geht von komplizierten Bauarbeiten aus, die sich jetzt schon in der Hofstraße ankündigen. Teilweise müssen Planungen anderer Büros (u.a. TÜV für die Verlegung der Glasfaserleerohre) selbst durchgeführt werden, um die Planungszeit und Ausführungsablauf nicht zu verzögern. Derzeit ist der Kampfmittelräumdienst dauerhaft in der Hofstraße, um auf Gefahrenlagen umgehend reagieren zu können. Man geht von einer 3jährigen Bauzeit aus.

Kirchenvorplatz
Der Gestaltungsentwurf des Städteplaners wurde an das für die Hauptstraßenplanung zuständige Planungsbüro Scherf übergeben. Der Kirchenvorplatz soll zu einem zentralen Platz in Irrel werden. Die Gemeinde verhandelt derzeit mit dem Bistum über den Kauf eines Teils des Kirchenvorplatzes. Die Maßnahme wird im Zuge der Bauarbeiten in der Hauptstraße durchgeführt. Zuschüsse aus dem Projekt „Ländliche Zentren“ (75%) sind angefordert.

Talstraße
Vor einigen Jahren wurden in der Talstraße Versorgungsleitungen verlegt. In diesem Zuge wurde der Belag des Bürgersteigs durch Rechteckpflaster ersetzt. Damals gab es erhebliche Diskussionen über einen Nachtrag von ca. 3.500 €, der für die Verlegung von Steinquadern in den Randbereichen der Pflasterung der Gemeinde in Rechnung gestellt wurden. Damals war schon klar, dass die Ausführung nicht fachgerecht war. Nun zeigt sich, dass die Steinquader mit zunehmendem Bewuchs herausgedrückt werden. Die Verwaltung wird beauftragt, Ansprüche gegenüber dem Auftragnehmer geltend zu machen.

Büchelstraße
Die Bauarbeiten in der Büchelstraße sind noch nicht abgenommen worden. Die ausführende Firma wird im Zuge der Arbeiten in der Hofstraße das Arbeitsergebnis optimieren. Die Kosten für die OG Irrel für den fachgerechten Unterbau in den Bereichen, die nicht durch die SWI betragen werden, sowie für die beidseitige neue Rinne zwischen Haus Nr. 17 und Nr. 21 waren ursprünglich mit ca. 66.700€ veranschlagt. Die Schlussrechnung ergab eine Kostenreduzierung auf 53.500€. Die Förderfähigkeit der Kosten wird noch geprüft. Über verkehrsberuhigende Maßnahmen in der als Spielstraße deklarierten Büchelstraße muss noch entschieden werden. Die Kübel, die vorher zur Verkehrsberuhigung im Straßenraum standen, sollen zunächst nicht zurückgesetzt werden.