In der letzten Ratssitzung dominierten die großen Zahlen: Für den KiTa-Neubau wurden die ersten Gewerke vergeben und der Haupt- und Prümzurlayer Straßen-Ausbau startet auch.

Mit den ersten vergebenen Gewerken (Rohbau, Fenster, Gerüstarbeiten) in Höhe von ca. 1,2 Mio. Euro wird im Wesentlichen die Außenhülle des neuen KiTa-Gebäudes fertig gestellt. Auf Grund von Planungsanpassungen wird das Gewerk für die Dachdecker und Klempnerarbeiten neu ausgeschrieben. Baubeginn ist der 12.10.2020, so dass vor dem Jahreswechsel die Bodenplatte fertig gestellt werden kann. Auch über einige Gewerke im Innenausbau wurde bereits abgestimmt: ca. 850.000 Euro werden für Versorgungsanlagen, Elektroarbeiten und den Blitzschutz ausgegeben. Wie bereits mehrfach berichtet werden diese Kosten unter den Einzugsgemeinden der KiTa aufgeteilt: Die OG Irrel zahlt also von den o.g. Kosten knapp die Hälfte.
Der erste Bauabschnitt der Hauptstraße, der sich im Kreuzungsbereich zur Ewerhart-, Büchel- und Hofstraße befindet, wird durch die Fa. UVB durchgeführt. Dafür entstehen Kosten von fast 1,9 Mio. Euro. Die OG Irrel ist an diesem Projekt mit knapp 180.000 Euro beteiligt. Neben den üblichen Straßenbauarbeiten auf eigenen Flächen wird von Seiten der Ortsgemeinde vor allem in den weiteren Breitbandausbau investiert.

Seit 2013 hat Irrel eine Satzung über wiederkehrende Beiträge, durch die bestimmte Investitionskosten, z. B. Ausbau Bürgersteige, Ortsstraßen, Beleuchtung, auf alle Bürger gleichmäßig verteilt werden können. Dies hat den Vorteil, dass die Kosten für alle Grundstücksbesitzer planbarer werden. Für die Investitionen insbesondere in die Straßenbeleuchtung – vor allem in umweltfreundliche LED-Technik- wurden seit 2016 ca. 60.000 € investiert. Nach Abzug eines Selbstbehalts für die OG von 35% werden die Kosten auf über 800.000 m2 beitragsfähige Fläche verteilt. Für den Bürger kommen Kosten von ca. 0,075€ pro m2 beitragsfähige Fläche zu. Bei einem Grundstück von 800 m2 sind dies 60€… in der heutigen Zeit fast ein Schnäppchen!

Wiederholt hat sich der Rat mit der Verkehrssituation im Ort beschäftigt. Leider sind die berechtigten Interessen von Bürgern, Geschäftsinhabern, Radfahrern und Automobilisten nicht immer unter einen Hut zu bringen. Hinzu kommt, dass oft die Zuständigkeiten unklar sind bzw. Absprachen mit verschiedenen Institutionen (Kreis, LBM) getroffen werden müssen. Dem Rat liegt ein abgestimmtes Konzept für den ganzen Ort am Herzen. Hierzu wurde der Bauausschuss beauftragt, Konzepte zu entwickeln, um möglichst vielen Interessen gerecht werden zu können.

Die Deutsche Telekom ist in unserer Gegend zuständig für den Ausbau des Breitbandnetzes. Die dafür notwendigen Vorbereitungen sind seit einigen Wochen in vollem Gange und stehen vor dem Anschluss. Im September wird dann das neue Breitbandnetz mit Übertragungsraten bis zu 100 Megabit pro Sekunde in Betrieb gehen.
Wenn Sie diese neuen Übertragungsgeschwindigkeiten nutzen möchten ist in der Regel eine Anpassung ihres Vertrages notwendig. Da dieses Breitbandnetz allen Anbietern zur Verfügung steht, haben auch alle namhaften Anbieter hierzu entsprechende Angebote.
Die Deutsche Telekom bietet für Bürger und Betriebe im Ausbaugebiet eine Online-Konferenz an, bei der offene Fragen zum Breitbandnetz und zu den Breitbandtarifen der Deutschen Telekom beantwortet werden können. Termin ist Dienstag, der 19.8.2020 um 19 Uhr. Dazu nutzen Sie den im Flyer angegebenen Link, den sie über jeden PC, jedes Tablet oder jedes Smartphone nutzen können.

Eine funktionierende Versorgung mit Internet ist in unserer heutigen Gesellschaft selbstverständlich. Lange Jahre hatte Irrel hier die Nase vorn und konnte mit schnellem Internet punkten – nicht nur für die Bürger sondern auch für die Gewerbetreibenden.

Seit einiger Zeit sieht das etwas anders aus. Zwar reden alle über den Breitbandausbau, aber in Irrel ist er noch nicht so richtig angekommen. Leider beteiligt sich die Telekom auch nicht an den derzeitigen Bauarbeiten, die von Westnetz durchgeführt werden. Trotz mehrfacher Hinweise durch die Gemeinde und die ausführenden Firmen wurden bisher nur Leerrohre verlegt, die dann später an die Telekom verkauft werden.
Gleichzeitig macht die Telekom derzeit intensiv Werbung, um das Produkt LTE-Versorgung zu vermarkten – vermutlich wollen sie um die Versorgung mit Glasfaser drücken…
Gerade beim anstehenden Ausbau der Haupt- und Prümzurlayerstraße wäre es fahrlässig, jetzt nicht mit dem Blick in die Zukunft auch Glasfaser mit zu verlegen.
Derzeit bemüht sich die Verwaltung, hier genauere Informationen zu erhalten.